Kvilda liegt im Böhmerwald, nur wenige Kilometer von der bayerischen Grenze entfernt. Die Gemeinde gehört zur Südböhmischen Region und ist von ausgedehnten Wäldern umgeben. Die Warme Moldau entspringt in der Nähe und lädt zu Wanderungen ein. Horská Kvilda ist der nächstgelegene Nachbarort im Norden.
Der Ort wurde Ende des 15. Jahrhunderts am Goldenen Steig gegründet, einer alten Handelsroute zwischen Bayern und Böhmen. Zunächst diente er als Rastplatz für Säumer, später entstanden Handwerksbetriebe wie eine Manufaktur für Hinterglasmalerei. Im 19. Jahrhundert wurde Kvilda für seine Holzverarbeitung bekannt, darunter Resonanzholz für Musikinstrumente.
Heute prägt der Nationalpark Šumava das Bild des Ortes. Ein Museum erinnert an die Tradition der Hinterglasmalerei. Die einst riesige Fichte vor der Kirche, einst der größte lebende Weihnachtsbaum Tschechiens, wurde nach ihrem Absterben zu einer Skulptur umgestaltet.