Kyselka liegt im Nordwesten Tschechiens, eingebettet zwischen dem Erzgebirge und dem Duppauer Gebirge. Der Ort erstreckt sich beiderseits der Eger, die hier von bewaldeten Höhenzügen umgeben ist. Im Süden des Ortes mündet der Bach Lomnice in den Fluss. Die Gemeinde grenzt an Velichov, Dubina und Bor und liegt auf etwa 340 Metern Höhe.
Die Geschichte des Ortes ist eng mit dem Kurort Karlsbad verbunden, der schon früh Gäste anzog. Im späten 18. Jahrhundert entstand hier ein Badeort, der durch seine Heilquellen – darunter die Kaiser-Franz-Josef- und die Kaiserin-Elisabeth-Quellen – schnell an Bedeutung gewann. Im 19. Jahrhundert wurde der Ort unter dem Namen Gießhübl-Puchstein bekannt, bevor er 1945 seinen heutigen Namen erhielt. Der Unternehmer Heinrich Mattoni prägte den Ort maßgeblich, indem er die Abfüllung des Mineralwassers aus der Otto-Quelle aufbaute und den Versand weltweit ausweitete.
Heute ist Kyselka vor allem für seine historischen Bauwerke und seine Verbindung zur Mineralwassertradition bekannt. Dazu zählen die Villa Mattoni, ein Denkmal für den Industriellen Heinrich Mattoni und der Schlosspark. Auch die Kirche St. Wenzel in Radošov und eine Kapelle in Nová Kyselka gehören zu den Sehenswürdigkeiten. Persönlichkeiten wie der Balneologe Josef von Löschner oder der Industrielle Mattoni haben hier gewirkt, während der Schauspieler André Mattoni und der Schlagersänger Roland Neudert mit dem Ort verbunden sind.