Bražec liegt eingebettet im Tal des Bochovský potok am Südrand des Truppenübungsplatzes Hradiště im Duppauer Gebirge. Umgeben von bewaldeten Höhen wie der Javorná oder dem Plešivec, die bis über 900 Meter aufragen, prägt eine hügelige Landschaft mit Teichen wie dem Zelený rybník das Bild. Nur wenige Kilometer entfernt liegt Bochov, während im Nordosten Javorná und im Südwesten Nová Víska folgen.
Erstmals taucht der Ort 1289 in Urkunden auf, als ein lokaler Adeliger als Zeuge genannt wird. Im 14. Jahrhundert entstand hier eine Feste, die später in den Besitz wechselnder Herrschaften wie derer von Steinbach oder von Zedtwitz überging. Kriege und Brände prägten die Geschichte, darunter die Hussitenstürme und die Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg. Bis ins 19. Jahrhundert blieb der Ort landwirtschaftlich geprägt, doch nach der Vertreibung der deutschsprachigen Bevölkerung nach 1945 verlor er seine Bewohner und wurde schließlich dem Militärgebiet zugeschlagen.
Heute erinnert nur noch die barocke Kirche an das ehemalige Dorf, das 1963 niederbrannte und später abgerissen wurde. An ihrer Stelle entstand eine militärische Siedlung mit Wohnblocks und Versorgungseinrichtungen. Die umliegenden Wälder und Teiche gehören zum Sperrgebiet, während die einstige Kirche als Ruine verschwand. Die Landschaft bleibt geprägt von den sanften Hügeln und den stillen Gewässern des Duppauer Gebirges.