Lafnitz liegt im Osten der Steiermark, eingebettet im Lafnitztal nahe der Grenze zum Burgenland. Der Ort schmiegt sich an den Fluss Lafnitz, der hier die Grenze zwischen den beiden Bundesländern bildet. Im Norden und Süden des Gemeindegebiets finden sich die Siedlungen, während der Haidwald und der Lungitzbach im Süden das Landschaftsbild prägen. Die Bezirkshauptstadt Hartberg ist etwa zehn Kilometer entfernt.
Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Jungsteinzeit zurück, doch die ersten schriftlichen Erwähnungen beziehen sich auf den Fluss. Im Jahr 864 wird die Lafnitz in einer Schenkungsurkunde Ludwigs des Deutschen genannt, und 1272 wird ein „Gut an der Lafnitz“ nahe Rohrbach erwähnt. Das heutige Dorf taucht 1184 erstmals als Lavenz in einer Urkunde des Stiftes Vorau auf. Immer wieder wurde der Ort durch Grenzkonflikte mit Ungarn, Türken und Kuruzen geplagt, bis schließlich napoleonische Truppen im frühen 19. Jahrhundert durchzogen.
Heute ist Lafnitz vor allem durch seinen Fußballverein SV Lafnitz bekannt, der in der zweithöchsten österreichischen Liga spielt. Die gut ausgebaute Wechsel Straße und die nahe Süd Autobahn verbinden den Ort mit Wiener Neustadt und Graz. Das Gemeindewappen zeigt einen Fluss zwischen grünem und rotem Feld, begleitet von einem Abtstab und Lilienstab – ein Zeichen für die historische Verbindung zum Stift Vorau.