Pinggau liegt im Nordosten der Steiermark, am Fuße des Wechselgebirges und wird von der Pinka durchflossen, die hier entspringt und nach Osten hin das Gelände prägt. Die Gemeinde grenzt im Norden an Niederösterreich und im Süden an das Burgenland, während sie im Osten mit der Nachbarstadt Friedberg zusammengewachsen ist. Mit dem Niederwechsel erreicht das Gemeindegebiet eine Höhe von über 1600 Metern.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Pinggau im Jahr 1377, doch schon lange zuvor diente der Ort als wichtiger Straßenknotenpunkt, wovon eine frühere Mautstelle zeugt. Die heutige Ausdehnung erhielt die Gemeinde bereits bei ihrer Bildung, wobei später nur eine Katastralgemeinde hinzukam. Seit 1931 trägt Pinggau den Titel Marktgemeinde.
Besonders bekannt ist der Ort für seine Wallfahrtskirche Schmerzhafte Gottesmutter, die an der Stelle eines angeblichen Marienfundes entstand. Die Kirche birgt Fresken von Johann Cyriak Hackhofer und ist von einer Brunnkapelle mit einer Pietà aus dem frühen 18. Jahrhundert umgeben. Musikalisch prägt die Marktmusikkapelle mit ihrem Haus der Musik das kulturelle Leben. Wirtschaftlich spielen Tiefkühlkost- und Kapselhersteller eine bedeutende Rolle, während der Naturbadesee und der Grenzlandweg Erholungssuchende anziehen.