Lang liegt im Bezirk Leibnitz im Süden der Steiermark, wo sich sanfte Hügel zwischen 280 und 420 Metern Höhe erheben. Die Gemeinde erstreckt sich über 16 Quadratkilometer und umfasst sechs Katastralgemeinden, darunter Schirka, das 1968 eingemeindet wurde. Die Landschaft wird vom Laßnitzbach durchzogen, der dem Gebiet seinen Namen gab und als „Wiesenbach“ gedeutet wird.
Frühe Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Jungsteinzeit zurück, etwa zur Tischlerhöhe bei Dexenberg, wo Funde auf eine Höhensiedlung der Lasinja-Kultur hindeuten. In der Römerzeit war das Gebiet dicht besiedelt, wie Grabreliefs an der Kirche und Münzfunde zeigen. Der Name Lang geht auf slawische oder keltische Wurzeln zurück und verweist auf feuchte Wiesen. Im Mittelalter trennte ein Grenzgraben die Salzburger und steirischen Gebiete, während eine Kapelle aus dem 12. Jahrhundert später zur Pfarrkirche ausgebaut wurde.
Besonders prägend ist das Schloss Eybesfeld in Jöß, das 1651 als wehrhafte Anlage entstand und später zum landwirtschaftlichen Gut umgebaut wurde. Ein bekanntes Familienmitglied war Sigmund Conrad von Eybesfeld, der als Statthalter und Minister diente. Im Ersten Weltkrieg diente ein Teil des Schlossguts als Friedhof für ein Lager mit über 1600 Gräbern. Heute verbindet die Gemeinde ihre historische Bedeutung mit modernen Wohn- und Gewerbegebieten.