Ragnitz liegt im österreichischen Bundesland Steiermark, eingebettet im Tal der Stiefing. Das Gemeindegebiet erstreckt sich über etwa zwanzig Quadratkilometer, wobei der Hauptort auf 280 Metern Höhe liegt. Nach Osten hin steigt die Landschaft bewaldet bis auf 400 Meter an. Die Stiefing durchfließt das Gebiet, das sich aus neun Ortschaften zusammensetzt, darunter Badendorf, Gundersdorf und Haslach an der Stiefing.
Der Name Ragnitz geht auf eine slowenische Bezeichnung zurück, die sich auf Flusskrebse bezieht und erstmals 1126 als „Rakkaniz“ urkundlich erwähnt wurde. Die Gemeinde entstand 1850 als autonome Körperschaft und gehörte nach 1938 zum Reichsgau Steiermark. Nach dem Zweiten Weltkrieg war sie Teil der britischen Besatzungszone, bis sie 1955 wieder an Österreich zurückfiel.
Bekannt ist Ragnitz für seine historischen Bauwerke wie Schloss Laubegg und das vom Verfall bedrohte Schloss Rohr. Der Sportverein USV Ragnitz, gegründet nach der Zusammenlegung mehrerer Gemeinden, prägt das kulturelle Leben. Das Julius-Meinl-Stadion, finanziert durch den Ehrenbürger Julius Meinl V., ist ein modernes Sportzentrum. Das Gemeindewappen zeigt einen roten Krebs auf goldenem Grund und verweist damit auf die namensgebende Tierwelt der Region.