Wildon liegt in der südlichen Steiermark, wo die Mur das Leibnitzer Feld im Süden vom Grazer Feld im Norden trennt. Am Fuß des Wildoner Berges mündet die Kainach in die Mur, während im Westen der Kaiserwald beginnt und im Nordosten das Oststeirische Hügelland ansteigt. Die Gemeinde erstreckt sich über neun Ortschaften, darunter Weitendorf mit den meisten Einwohnern und Wildon selbst als Hauptort.
Erste Siedlungen gab es hier bereits in der Jungsteinzeit, begünstigt durch die Lage an den Flüssen. Aus der Bronzezeit stammen Gräberfelder, und am Bocksberg fand sich ein über 6000 Jahre altes Grab. Der Name könnte auf einen gastfreundlichen Ort hinweisen oder sich auf die umliegenden Berge beziehen. Im Mittelalter sicherte die Hengistburg die Murgrenze, bevor im 12. Jahrhundert mehrere Burgen entstanden. Der Minnedichter Herrand von Wildonie prägte den Ort im 13. Jahrhundert, und 1219 wurde Wildon erstmals erwähnt. Im 15. Jahrhundert widerstand die Burg einer langen Belagerung, später wurde sie landesfürstlich.
Heute ist Wildon Teil des Kulturparks Hengist und bekannt für seine historische Mariensäule aus dem 17. Jahrhundert. Die Gemeinde verbindet Tradition mit moderner Infrastruktur: Die S-Bahn verbindet sie in 24 Minuten mit Graz, und ein Badesee lädt im Sommer zum Verweilen ein. Wirtschaftlich spielen Kunststoffverarbeitung und ein innovatives Wärmespeicherprojekt eine Rolle. Der SV Raiffeisen Wildon sorgt für sportlichen Zusammenhalt, während die Musikschule an den berühmten Minnesänger erinnert.