Roßtal liegt im fränkischen Keuperland westlich von Nürnberg, wo die Bibert am Ortsrand vorbeifließt. Die sanft gewellte Landschaft gehört zum Mittelfränkischen Becken, einem Teil des Fränkischen Keuper-Lias-Landes. Nachbarorte sind im Norden Ammerndorf, im Osten Zirndorf und Stein, im Süden Rohr und Heilsbronn sowie im Westen Großhabersdorf.
Erstmals taucht der Ort 953 als „Rossadal“ in Urkunden auf, der Name deutet auf ein „Tal der Pferde“ oder eine Pferdezuchtstätte hin. Im 13. Jahrhundert wurde Roßtal als „Rostal“ bezeichnet und erhielt 1328 von Kaiser Ludwig dem Bayern Marktrechte. Über Jahrhunderte prägten Landwirtschaft und Handwerk das Bild, bis die Eisenbahn 1872 eine Verbindung nach Nürnberg und Ansbach schuf.
Heute ist Roßtal ein lebendiger Markt mit historischem Kern und mehreren Gemeindeteilen. Die Gemeindeflagge zeigt weiß-rot-gelb, und seit 1997 pflegt Roßtal Partnerschaften mit Auzances in Frankreich und Thalheim im Erzgebirge. Die S-Bahnlinie S 4 verbindet den Ort regelmäßig mit Nürnberg und Ansbach.