Lanžov liegt im Norden Tschechiens, eingebettet in eine hügelige Landschaft am Zusammenfluss des Baches Řečický potok und der Trotina. Der Ort wird von mehreren markanten Erhebungen umgeben, darunter der Nebesa mit den Ruinen der Feste Velehrádek und der Morava, die sich sanft aus der Umgebung erheben. Im Westen prägt der Budínský rybník, ein Teich, das Bild. Nachbarorte wie Bílé Poličany und Dvůr Králové nad Labem sind nur wenige Kilometer entfernt.
Die Geschichte von Lanžov reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück, als an der Kreuzung wichtiger Handelswege eine romanische Kirche entstand. Das heutige Dorf entwickelte sich um diese Kirche und wurde erstmals im 16. Jahrhundert urkundlich erwähnt. Über Jahrhunderte wechselten die Besitzer, darunter Adelsgeschlechter wie die Waldsteiner und die Czezigar von Birnitz. Wirtschaftlich war das Dorf lange von der Landwirtschaft geprägt und blieb bis ins 19. Jahrhundert einer größeren Herrschaft unterstellt.
Besonders sehenswert ist die Kirche des hl. Bartholomäus, ein Bauwerk, das romanische, renaissance- und barocke Stilelemente vereint. Vor der Kirche steht eine Statue des hl. Johannes von Nepomuk, und am Ortsrand erinnert eine neugotische Kapelle an die Familie Czezigar. Die Umgebung bietet mit den Resten der Feste Velehrádek und einem alten Sandsteinbruch weitere historische Spuren. Der Komponist Emanuel Faltis, der hier geboren wurde, ist auf dem Friedhof beigesetzt.