Miletín liegt im Osten des Okres Jičín, etwa 18 Kilometer von der Stadt Jičín entfernt, an den Ufern der Bystřice. Die kleine Stadt ist von sanften Hügeln umgeben und zählt zu den historischen Orten der Region.
Erstmals erwähnt wird Miletín im Jahr 1124, als der spätere Heilige Otto von Bamberg auf seiner Missionsreise durch das Gebiet kam. Im Mittelalter war der Ort Sitz eines Fürstenhofs, später gehörte er dem Deutschen Ritterorden, der hier eine Kommende errichtete. Nach wechselnden Besitzern wurde Miletín 1560 zur Stadt erhoben und erlebte unter den Waldsteinern eine Blütezeit. Ein verheerendes Feuer im 19. Jahrhundert zerstörte große Teile der Stadt, doch das Barockschloss und andere Bauwerke blieben erhalten.
Heute prägen vor allem das historische Barockschloss und die Pfarrkirche Mariä Verkündigung das Bild Miletíns. Der freistehende Turm der ehemaligen Kommende und die Johann-Nepomuk-Kapelle zeugen von der bewegten Vergangenheit. Die Stadt ist auch mit Persönlichkeiten wie dem Barockkomponisten Česlav Vaňura verbunden, während die Umgebung mit ihrem Schlosspark und alten Bäumen zum Verweilen einlädt.