Le Mans liegt im Nordwesten Frankreichs, wo sich die Flüsse Sarthe und Huisne vereinen. Als Hauptstadt des Départements Sarthe gehört die Stadt zur Region Pays de la Loire. Die gotische Kathedrale Saint-Julien prägt das Stadtbild, während das 24-Stunden-Rennen von Le Mans weltweit für Aufmerksamkeit sorgt.
Die Wurzeln der Stadt reichen bis zu einem Oppidum der keltischen Cenomani zurück, das später von den Römern erobert und Suindinum genannt wurde. Im 3. Jahrhundert entstand eine Stadtmauer, von der noch heute Teile erhalten sind. Nach der Eroberung durch die Franken wurde Le Mans zum Zentrum der Grafschaft Maine, die zwischen Normannen und Anjou umkämpft war. Im Hundertjährigen Krieg wechselte die Stadt mehrfach den Besitzer, bis sie schließlich 1443 unter französische Herrschaft kam. Wirtschaftlich profitierte Le Mans später von Textilproduktion und der Industrialisierung, etwa durch den Eisenbahnanschluss 1844 und die Automobilindustrie der Familie Bollée.
Die Altstadt blieb im Zweiten Weltkrieg weitgehend unzerstört und bewahrt Bauwerke wie die gallo-römische Stadtmauer und die Kathedrale Saint-Julien. Neben dem Automobilmuseum mit historischen Rennfahrzeugen ist die Stadt vor allem für ihre Motorsporttradition bekannt, darunter das legendäre 24-Stunden-Rennen. Auch kulturell hat Le Mans einiges zu bieten, etwa durch die Partnerschaft mit Paderborn seit dem Mittelalter und das Musée de Tessé.