Lecco liegt am südöstlichen Arm des Comer Sees, wo der Adda den See verlässt und nach Süden fließt. Die Stadt ist umgeben von steilen Ufern, die nur nach Süden hin Raum für Entwicklung bieten. Geologisch geprägt ist das Gebiet durch Kalkstein der lombardischen Voralpen und von Gletschern hinterlassene Granitblöcke, die heute unter Naturschutz stehen. Mit dem Auto ist Lecco etwa eine Stunde von Mailand entfernt, Nachbarorte sind unter anderem Abbadia Lariana und Malgrate.
Die Geschichte Leccos reicht bis in die Eisenzeit zurück, als keltische Siedler am See lebten. Später wurde die Gegend von den Römern befestigt, um Mediolanum zu schützen. Im Mittelalter entwickelte sich Lecco zu einem wichtigen Handels- und Militärstützpunkt, der zwischen verschiedenen Mächten wechselte. Die Stadt erlebte Zerstörungen und Machtkämpfe, bis sie schließlich unter die Herrschaft Mailands und später der Habsburger fiel.
Heute ist Lecco bekannt für seine metallverarbeitende Industrie, die auf eine jahrhundertealte Tradition zurückgeht. Die Altstadt mit der Basilika San Nicolò und einem 96 Meter hohen Kirchturm prägt das Bild. Eine Seilbahn führt auf die Piani d’Erna oberhalb der Stadt, die als Wandergebiet beliebt ist. Berühmte Persönlichkeiten wie der Bergsteiger Riccardo Cassin stammen aus Lecco, das auch als Tourismusziel wächst.