Kriebstein liegt im Landkreis Mittelsachsen, eingebettet in eine schroffe Felslandschaft am Zschopautal. Der Fluss durchzieht das enge Tal auf seinem Weg von Mittweida nach Waldheim und prägt mit der Talsperre Kriebstein sowie der Burg das Bild der Gemeinde. Die Burg thront über dem Wasser und zieht Erholungssuchende an, die die wildromantische Umgebung nutzen. Nachbarorte sind unter anderem Erlau, Mittweida und Striegistal, während die Gemeinde aus mehreren Ortsteilen wie Ehrenberg, Grünlichtenberg und Kriebethal besteht.
Die ersten Siedlungen in der Region entstanden im 12. Jahrhundert, als deutsche Kolonisten Grünlichtenberg und Höckendorf gründeten. Später gehörten die Orte zur Herrschaft Kriebstein oder zum Amt Rochlitz, während ein Teil von Lichtenberg zum Amt Nossen zählte. In der DDR-Zeit entstand in Höfchen ein Ferienlager der SDAG Wismut, das nach Ernst Thälmann benannt war. Die heutige Gemeinde bildete sich durch Eingemeindungen ab 1994, als Ehrenberg, Höfchen und Kriebethal zusammengeführt wurden.
Kriebstein ist vor allem durch seine Burg und die Talsperre bekannt, die zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Region zählen. Das Zschopautal mit seinen steilen Felsen und dem Fluss bietet Wander- und Erholungsmöglichkeiten. Weitere Kulturdenkmäler sind das Schloss Ehrenberg und die St.-Nikolai-Kirche in Grünlichtenberg. Persönlichkeiten wie der Bildhauer Johann Gottfried Stecher oder der Papierfabrikant Albert Niethammer stammen aus der Gemeinde, die auch wirtschaftlich durch die Papierindustrie geprägt ist.