Lelekovice liegt im Norden der Region Südmähren, eingebettet in die hügelige Landschaft der Drahanská vrchovina. Der Ort erstreckt sich in den Tälern des Baches Ponávka und seines Zuflusses Hloušek, umgeben von bewaldeten Hügeln wie dem Babí lom oder der Baba. Die Staatsstraße I/43 verbindet das Dorf mit Brünn und Lipůvka, während die Eisenbahnstrecke Brno–Havlíčkův Brod in der Nähe verläuft. Nachbarorte wie Adamov oder Kuřim liegen nur wenige Kilometer entfernt.
Erstmals erwähnt wurde Lelekovice im Jahr 1228, als ein lokaler Adeliger namens Hermann von Lelechwyz als Zeuge in einer Urkunde auftrat. Der Name des Ortes wechselte im Laufe der Jahrhunderte mehrfach, bis er sich schließlich als Lelekowitz festigte. Im 16. Jahrhundert bestand das Dorf aus rund 36 Häusern, doch Brände und Kriege prägten seine Geschichte. Eine alte Handelsstraße führte einst durch die Gegend, an der sich bereits im 14. Jahrhundert ein Wirtshaus befand. Nach der Aufhebung der Grundherrschaften wurde Lelekovice 1850 Teil des Brünner Bezirks.
Heute ist der Ort vor allem für seine natürlichen Sehenswürdigkeiten bekannt, darunter die Naturdenkmäler Babí doly und Šiberná. Ein Aussichtsturm auf dem Babí lom bietet einen weiten Blick über die Landschaft. Die Filialkirche der Heiligen Philippus und Jakobus stammt aus dem 13. Jahrhundert, während die Reste der Burg Lelekovice aus dem 14. Jahrhundert an die mittelalterliche Vergangenheit erinnern.