Lemgo liegt im hügeligen Lipper Bergland, wo die Bega ein breites Tal formt. Die Stadt breitet sich vom Bega-Tal aus über die umliegenden Höhen aus und reicht vom Wiehengebirge im Norden bis zum Teutoburger Wald im Süden. Mit einer Fläche von etwa 100 Quadratkilometern erstreckt sie sich über 14 Kilometer in Nord-Süd-Richtung und 13 Kilometer in Ost-West-Richtung. Die tiefste Stelle im Stadtgebiet liegt bei 83 Metern, während der Windelstein mit 347 Metern den höchsten Punkt markiert. Rund 20 Kilometer östlich von Bielefeld ist Lemgo eingebettet in die Region Ostwestfalen-Lippe.
Gegründet wurde Lemgo um 1190 als Planstadt an einem wichtigen Handelskreuz, lange bevor es Stadtrechte erhielt. Die Herren zu Lippe errichteten hier eine Siedlung, die sich schnell zur bedeutendsten Stadt der Grafschaft entwickelte. 1245 erhielt Lemgo die Stadtrechte und trat später der Hanse bei, was dem Handel mit Tuchen, Garnen und Leinen neuen Aufschwung verlieh. Bis 1973 war Lemgo Sitz des Kreises Lemgo, bevor dieser im Kreis Lippe aufging. Heute ist die Stadt ein Hochschulstandort und Teil des Technologienetzwerks Intelligente Technische Systeme.
Die Altstadt mit ihren spätmittelalterlichen Bauwerken prägt das Stadtbild. Lemgo trägt den Beinamen Alte Hansestadt und wurde 2016 als Reformationsstadt Europas ausgezeichnet. Die Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe und der Innovation Campus Lemgo machen die Stadt zu einem Zentrum für Technologie und Forschung. Bekannt ist Lemgo auch durch den Bundesligahandball des TBV Lemgo. In der Umgebung wechseln sich landwirtschaftlich genutzte Flächen mit Wäldern ab, während das Klima durch ausgeglichene Temperaturen und reichliche Niederschläge geprägt ist.