Lützen liegt in der Leipziger Tieflandsbucht, etwa zehn Kilometer südwestlich von Leipzig. Die Stadt ist über die Bundesstraße 87 mit Weißenfels und Markranstädt verbunden und hat direkten Anschluss an die Autobahnen A9 und A38. Die Region ist geprägt von flachem Gelände und fruchtbaren Böden.
Erstmals erwähnt wird Lützen im 13. Jahrhundert als Teil des Hochstifts Merseburg. Im 16. Jahrhundert wurde die Stadt von Seuchen heimgesucht, darunter eine epidemische Hirnentzündung und die Pest. Ein Hexenprozess führte 1585 zur Hinrichtung eines Ehepaars, das der Zauberei beschuldigt wurde. 1621 betrieb die Stadt eine Münzstätte, in der interimistische Münzen geprägt wurden. Bekannt wurde Lützen vor allem durch die Schlacht von 1632, in der der schwedische König Gustav II. Adolf fiel. Auch Napoleon übernachtete vor der Schlacht bei Großgörschen 1813 an der Gedenkstätte für den Schwedenkönig.
Das Lützener Schloss, erbaut im 13. Jahrhundert von Merseburger Bischöfen, beherbergt heute ein Museum, das sich mit den beiden Schlachten beschäftigt. Ein Großdiorama zeigt die Schlacht von 1632 mit 3.600 Zinnfiguren, ein weiteres die von 1813 mit 5.500 Figuren. Die Gustav-Adolf-Gedenkstätte erinnert an den schwedischen König, der hier starb. Ein gusseiserner Baldachin von Karl Friedrich Schinkel und eine Kapelle von 1907 prägen das Gelände. Der Dichter Johann Gottfried Seume wird ebenfalls im Museum gewürdigt.