Lichtenfels liegt im fränkischen Obermaintal zwischen Bamberg und Coburg, wo der Main das Stadtgebiet durchfließt. Die Stadt ist Teil des sogenannten Gottesgartens am Obermain, einer Landschaft, die durch das Kloster Banz und die Basilika Vierzehnheiligen geprägt ist. Als Kreisstadt des Landkreises Lichtenfels gehört sie zum bayerischen Regierungsbezirk Oberfranken und ist ein Mittelzentrum in der Metropolregion Nürnberg.
Erste Spuren einer Besiedlung reichen bis ins Frühmittelalter zurück, doch erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort im Jahr 1142. Seit 1231 besitzt Lichtenfels Stadtrecht, das ihm von Otto VIII., Herzog von Meranien, verliehen wurde. Nach dem Aussterben der Meranier fiel die Stadt an das Hochstift Bamberg und wurde später Teil des Fränkischen Reichskreises. Im 19. Jahrhundert kam sie zu Bayern. Ein spöttischer Beiname der Einwohner, „Tümpelschöpfer“, geht auf eine gescheiterte Aktion nach dem Dreißigjährigen Krieg zurück, als der Stadtschatz in einem See versenkt und vergeblich wieder herausgeschöpft werden sollte.
Bekannt ist Lichtenfels als „Deutsche Korbstadt“ wegen seiner langen Tradition im Korbmacherhandwerk. Das Stadtschloss dient heute als kultureller Veranstaltungsort, während das Stadtmuseum die Geschichte der Region zeigt. Die ehemalige Synagoge ist eine Begegnungsstätte für Veranstaltungen. Die Stadt unterhält Partnerschaften mit Orten in Schottland, den USA, Frankreich und Italien und pflegt eine Städtefreundschaft mit Bad Bergzabern.