Loja liegt im Westen der Provinz Granada, eingebettet in eine Landschaft, die vom Río Genil durchzogen wird. Die Stadt befindet sich in etwa 450 Metern Höhe und ist rund 56 Kilometer von Granada entfernt, während die Küste bei Málaga etwa 77 Kilometer südwestlich liegt. Das Klima ist im Winter mild, im Sommer jedoch warm bis heiß, mit den meisten Niederschlägen außerhalb der Sommermonate.
Die Geschichte Lojas reicht bis in römische Zeiten zurück, als auf dem Burgfelsen eine Siedlung namens Tricolia entstand. Später entwickelte sich unter maurischer Herrschaft ein befestigter Ort namens Lawša, der als Grenzfestung des Nasridenreichs diente. Nach der Reconquista wurde Loja 1486 endgültig christlich und verlor durch Vertreibungen und Aufstände einen Großteil seiner Bevölkerung, bevor es neu besiedelt wurde.
Die Stadt besticht durch ihren historischen Kern, der als nationales Kulturgut anerkannt ist. Dazu gehören die maurische Festung mit ihren erhaltenen Mauern und Zisternen sowie das Stadtmuseum im ehemaligen Caserón de los Alcaides. Prägend sind auch barocke Kirchen wie die Iglesia de la Encarnación mit ihrem markanten Glockenturm und weitere Bauwerke aus verschiedenen Epochen. In der Umgebung finden sich historische Brücken und eine jungsteinzeitliche Nekropole. Persönlichkeiten wie der Konquistador Alonso de Mercadillo oder der Politiker Ramón María Narváez sind mit Loja verbunden.