Alcaucín ist ein weiß getünchtes Bergdorf in der andalusischen Landschaft Axarquía, nordöstlich der Stadt Málaga und nördlich von Torre del Mar. Es liegt am Rande des Naturparks Sierras de Tejeda, Almijara y Alhama, wo sich die Ausläufer der Gebirgszüge mit dem Ort verbinden. Der Name des Dorfes geht auf arabische Wurzeln zurück und bedeutet so viel wie „die Bögen“.
Seine Geschichte reicht bis in die Zeit der maurischen Herrschaft zurück, was sich noch heute im Ortsnamen und in Bauwerken widerspiegelt. Alcaucín lebte lange von der Landwirtschaft in den umliegenden Tälern und Hängen, wo vor allem Oliven und Wein angebaut wurden.
Prägend für das Ortsbild sind die schlichte Barockkirche Nuestra Señora del Rosario mit ihrem Platz und die Wallfahrtskapelle Ermita de Jesús del Calvario am Hang. Ein besonderes Wahrzeichen ist der Brunnen Fuente de los cinco caños mit seinen fünf Wasserausläufen, der vermutlich aus maurischer Zeit stammt. Etwas außerhalb liegen die Ruinen der Festung Castillo de Zalia, die einst die Straße nach Granada sicherte.