Lorca liegt auf einer Anhöhe von etwa 340 Metern Höhe am Fluss Guadalentín, zwischen den Städten Murcia und Almería. Die Gemeinde umfasst neben der Stadt selbst auch mehrere Dörfer und Weiler und reicht bis zu den etwa 30 bis 40 Kilometer entfernten Stränden der Mittelmeerküste. Das Klima ist im Winter mild, im Sommer jedoch warm bis heiß, mit geringen Niederschlägen, die hauptsächlich außerhalb der Sommermonate fallen.
Die Geschichte Lorcas reicht bis in die prähistorische Zeit zurück, als die Gegend von Iberern der bronzezeitlichen El-Argar-Kultur besiedelt war. Später trug die Siedlung in römischer Zeit den Namen Eliocroca und stand unter westgotischer, maurischer und schließlich kastilischer Herrschaft. Die heutige Altstadt mit ihren engen Gassen stammt weitgehend aus der maurischen Epoche. Die Stadt war lange umkämpft, was sich in Bauwerken wie der nach Alfons X. benannten Wehranlage widerspiegelt. Im 18. Jahrhundert entstanden barocke Kirchen, die sich von der mittelalterlichen Altstadt abheben.
Lorca ist bekannt für seine mittelalterliche Festung mit einem Archäologiepark, in dem Überreste einer Synagoge und des alten Ghettos gefunden wurden. Weitere Sehenswürdigkeiten sind Kirchen, Klöster und Adelspaläste, darunter der Palacio de Guevara und der Palacio Huerto Ruano. Die Stadt ist auch für ihre kulturellen Veranstaltungen wie die Semana Santa mit ihren aufwendigen Kostümen und das Lorca Rock Festival bekannt. Persönlichkeiten wie der Gitarrist Narciso Yepes oder die Umweltaktivistin Teresa Vicente stammen aus Lorca.