Loures liegt in Portugal, nur wenige Kilometer nördlich der Hauptstadt Lissabon. Der Kreis grenzt im Norden an Arruda dos Vinhos und Vila Franca de Xira, im Osten an das Tejo-Delta und im Westen an Odivelas und Sintra. Die Landschaft ist geprägt von sanften Hügeln und dem Fluss Tejo, der nahe dem Kreisgebiet verläuft. Mit seiner Nähe zur Metropole vereint Loures ländlichen Charme mit städtischem Einfluss.
Frühe Spuren menschlicher Besiedlung finden sich in Form von Antas, die auf eine prähistorische Vergangenheit hindeuten. Während der maurischen Herrschaft bestand hier eine Siedlung, die nach der Reconquista im 12. Jahrhundert von christlichen Truppen zurückerobert wurde. Lange Zeit gehörte das Gebiet administrativ zu Lissabon und diente als Rückzugsort für Adelige, besonders während der Pestzeiten. Erst 1886 wurde Loures als eigenständiger Kreis gegründet, nachdem Gemeinden aus den aufgelösten Kreisen Olivais und Belém zusammengefasst wurden. Ein historischer Moment war die Ausrufung der Ersten Portugiesischen Republik am Rathaus, einen Tag vor der offiziellen Verkündung.
Heute ist Loures vor allem für seinen farbenfrohen Karneval bekannt, der seit 1934 gefeiert wird. Die Stadt beherbergt bedeutende Persönlichkeiten wie den Fotografen Eduardo Gageiro oder die Schauspielerinnen Irene Cruz und Henriqueta Maya. Politisch prägte etwa Jerónimo de Sousa als Generalsekretär der Kommunistischen Partei das Land. Die Umgebung mit ihren Hügeln und dem nahen Tejo lädt zu Ausflügen ein und verleiht dem Ort seinen besonderen Charakter.