Amadora ist eine dicht besiedelte Stadt im Großraum Lissabon, die als Vorstadt der portugiesischen Hauptstadt gilt. Sie liegt in der Region Lisboa e Vale do Tejo und ist Teil der Unterregion Grande Lisboa. Viele Pendler wohnen hier, da sie in Lissabon arbeiten.
Die Besiedlung reicht bis in die Altsteinzeit zurück, wie archäologische Funde belegen. Später entstanden jungsteinzeitliche Grabstätten und Spuren der römischen Besatzung. Im 15. bis 17. Jahrhundert ließen sich wohlhabende Familien nieder und bauten Landgüter. Der Bau des Aquäduktes Aqueduto das Águas Livres 1732 förderte das Wachstum. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der Ort als Gartenstadt geplant, und 1907 erhielt er seinen heutigen Namen. 1979 wurde Amadora zur Stadt erhoben und erhielt einen eigenen Kreis.
Die Stadt ist bekannt für ihre kulturellen Persönlichkeiten wie den Maler Cruzeiro Seixas oder den Fußballtrainer Jorge Jesus. Der Fußballverein CF Estrela Amadora spielt im Estádio José Gomes und gewann 1990 den Landespokal. Wirtschaftlich prägen Industrie-, Logistik- und Handelsbetriebe das Bild, darunter große Einkaufszentren wie Dolce Vita Tejo. Verkehrlich ist Amadora gut angebunden, etwa durch die Linha de Sintra und die Metro Lissabon.