Lübeck liegt im Südosten Schleswig-Holsteins an der Ostsee, wo die Trave nach einem Lauf durch die norddeutsche Tiefebene in die Lübecker Bucht mündet. Die Altstadt thront auf einem Hügel zwischen Trave und Wakenitz, der durch den Bau der Kanaltrave Ende des 19. Jahrhunderts zur Insel wurde. Mit knapp 20 Metern über dem Meeresspiegel an der Marienkirche und bis zu 38 Metern im Stadtforst Waldhusen ist die Stadt von sanften Hügeln und ausgedehnten Grünflächen umgeben. Travemünde im Norden bietet mit seinem Badestrand und dem Brodtener Steilufer direkten Zugang zur Ostsee.
Die Stadt wurde 1143 an heutiger Stelle gegründet und entwickelte sich im Mittelalter zum mächtigen Zentrum der Hanse. Als Freie Reichsstadt prägte sie über Jahrhunderte den Handel an der Ostsee und war bis 1937 ein eigenständiger Stadtstaat. Ihre Blütezeit im 13. und 14. Jahrhundert machte Lübeck zu einer der führenden Metropolen Nordeuropas. Die Altstadt mit ihren über tausend Kulturdenkmalen wurde 1987 zum UNESCO-Welterbe erklärt und bewahrt bis heute das Erbe der Backsteingotik.
Lübeck ist bekannt für seine sieben markanten Kirchtürme, die das Stadtbild prägen, und für das traditionelle Lübecker Marzipan. Die erhaltenen Bauwerke wie die Marienkirche, das Rathaus, der Dom und das Holstentor zeugen von der mittelalterlichen Bedeutung der Stadt. Neben Kulturangeboten wie dem Theater Lübeck und fünfzehn Museen beherbergt die Stadt eine spezialisierte Universität mit Klinikum, eine Technische Hochschule und eine Musikhochschule. Travemünde, der Ostseebadeteil, lockt mit Stränden und maritimem Flair.