Lünen liegt im westlichen Westfalen, wo das Ruhrgebiet auf das Münsterland trifft. Die Stadt wird von der Lippe durchflossen, die auch die Grenze zwischen den Bistümern Münster und Paderborn markiert. Im Süden grenzt sie an Dortmund, während im Westen Waltrop, im Norden Selm und Werne und im Osten Bergkamen und Kamen liegen. Der Datteln-Hamm-Kanal und das Flüsschen Seseke prägen ebenfalls das Bild. Einige Erhebungen wie der Buchenberg oder der Wüstenknapp sind heute kaum noch als Hügel erkennbar.
Erstmals erwähnt wird Lünen im Zusammenhang mit dem Hansebund, dem es ab dem 15. Jahrhundert angehörte. Die Stadt entwickelte sich zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt, was sich in ihrer Rolle als „Beistadt“ der Hanse widerspiegelt. Später prägte der Bergbau die Region, besonders in den südlichen Stadtteilen, wo noch heute Bergschäden auftreten. Heute ist Lünen ein Mittelzentrum mit industriellem und ländlichem Einfluss.
Besonders sehenswert ist das Schloss Schwansbell im Ortsteil Horstmar. Die Stadt gliedert sich in mehrere statistische Bezirke, die teilweise historisch gewachsene Strukturen widerspiegeln. In den nördlichen Ortsteilen wie Nordlünen dominiert die Backsteinarchitektur des Münsterlandes, während Brambauer durch seine multikulturelle Bevölkerung geprägt ist. Die Lippe und der Kanal bieten Erholungsmöglichkeiten, und die Nähe zu Dortmund macht Lünen zu einem attraktiven Standort.