Kamen liegt im östlichen Ruhrgebiet an der Grenze zwischen der fruchtbaren Werl-Unnaer Börde und dem Haarstrang, einem ersten Höhenrücken der mitteldeutschen Hügelzone. Das Flüsschen Seseke durchzieht die Stadt von Osten nach Westen und nimmt im Westen den Körnebach auf. Nach der Eingemeindung mehrerer Orte grenzt Kamen heute im Uhrzeigersinn an Bergkamen, Hamm, Bönen, Unna, Dortmund und Lünen. Landwirtschaftlich geprägte Flächen wechseln sich mit kleinen Grünzonen wie dem Postpark oder dem Heerener Holz ab, einem 65 Hektar großen Naturschutzgebiet.
Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes geht auf das Mittelalter zurück, wobei sich die Schreibweise des Namens über Jahrhunderte zwischen „Camen“ und „Kamen“ bewegte. Im 19. Jahrhundert wuchs Kamen durch den Steinkohlebergbau, als die Zechen Monopol und Königsborn die Einwohnerzahl stark ansteigen ließen. Die Eingemeindung mehrerer umliegender Gemeinden im Jahr 1968 schuf die heutige Stadtstruktur.
Kamen ist bekannt für seine verkehrsgünstige Lage am Kamener Kreuz, einem der wichtigsten Straßenknotenpunkte Deutschlands. Die Sportschule Kaiserau in Methler diente als Trainingsstätte der deutschen Fußballnationalmannschaft bei mehreren Weltmeisterschaften. Im Osten der Stadt lockt das Segelfluggelände Kamen-Heeren mit dem jährlichen Drachenflugfestival „Kite“ Besucher an. Die Stadt verbindet ländlichen Charme mit industriellem Erbe und bietet durch ihre Nähe zu Unna und Dortmund eine gute Anbindung an das Ruhrgebiet.