Lysice liegt im Osten der Böhmisch-Mährischen Höhe, eingebettet im Blanzer Becken. Der Ort wird vom Lysický potok durchflossen und grenzt im Norden an Drnovice, im Osten an Perná und im Westen an Štěchov. Umgeben ist das Städtchen von sanften Hügeln wie dem Velký Chlum und dem Marek, während im Nordwesten die markante Kraví hlava aufragt. Östlich verlaufen die Trasse der Schnellstraße R 43 und die Überreste der unvollendeten Reichsautobahn Wien-Breslau.
Die Gegend war bereits in der Jungsteinzeit besiedelt, wie Funde eines Bohrwerkzeugs belegen. Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1308, als Heralt de Lizecz in einer Urkunde als Zeuge auftrat. Im 14. Jahrhundert entstand die Burg Rychvald, die bis zu ihrem Verfall im 15. Jahrhundert eine wichtige Rolle spielte. Im 16. Jahrhundert wurde die alte Feste zu einem prächtigen Renaissanceschloss umgebaut, das später barock umgestaltet wurde. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde Lysice schwer beschädigt, doch 1652 erhielt es den Status eines Städtchens und das Recht auf Jahrmärkte.
Heute prägen vor allem das Schloss Lysice und die barocke Kirche St. Peter und Paul das Bild des Ortes. Die Kirche beherbergt wertvolle Kunstschätze, darunter den Hauptaltar aus dem Kloster Porta Coeli. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Burgruine Rychvald, das Rathaus von 1768 und eine korinthische Mariensäule. Das Naturdenkmal Lysická obora und die Wassermühle Hrázka bieten Einblicke in die umgebende Landschaft. Berühmte Gäste wie die Schriftstellerin Marie von Ebner-Eschenbach verweilten im Schloss.