Mantel ist ein Markt im bayerischen Landkreis Neustadt an der Waldnaab, etwa zehn Kilometer westlich von Weiden gelegen. Der Ort liegt an der Staatsstraße 2166, die Weiden mit Freihung verbindet, sowie an der Kreisstraße NEW 21 und der Haidenaab. Die Gemeinde umfasst vier Gemeindeteile: Kellerhaus, Rupprechtsreuth, Steinfels und den Hauptort Mantel selbst.
Die erste urkundliche Erwähnung Mantels stammt aus dem Jahr 1212, als Friedrich II. das Gut Floß mit Mantile an König Ottokar von Böhmen schenkte. Seit 1654 besitzt der Ort das Marktrecht. Der Name könnte auf eine Volkssage zurückgehen, wonach ein Räuberhauptmann hier seinen Mantel zur Beuteteilung ausbreitete. Tatsächlich stammt aus Mantel der bekannte Räuber Franz Troglauer, der im 18. Jahrhundert mit seiner Bande die Region unsicher machte. Im 20. Jahrhundert wurden die Gemeinden Rupprechtsreuth und Teile von Hütten eingegliedert.
Mantel ist geprägt von seiner historischen Bausubstanz, darunter die evangelische Pfarrkirche St. Peter und Paul aus dem frühen 17. Jahrhundert und die neugotische katholische Pfarrkirche desselben Namens. Die Wallfahrtskirche St. Moritz stammt aus dem 15. Jahrhundert und beherbergt einen Rokoko-Hochaltar. Ein besonderes Kulturdenkmal ist der OWV-Brunnen mit einem über tausend Jahre alten Eichenbrunnstock. Der Markt ist zudem für seine vielfältigen Vereine bekannt, insbesondere die Musikgruppe des Oberpfälzer Waldvereins, die überregional auf sich aufmerksam macht.