Hirschau liegt in der Oberpfalz, etwa 70 Kilometer östlich von Nürnberg, zwischen den Städten Amberg und Weiden. Die Stadt ist Teil der Metropolregion Nürnberg und wird vom Regionalplan als Unterzentrum zusammen mit der nahen Nachbarstadt Schnaittenbach ausgewiesen. Wirtschaftlich geprägt ist der Ort vor allem durch den Abbau von Kaolin, einem wichtigen Rohstoff für die Industrie. Zudem hat hier der Elektronikhersteller Conrad Electronic seinen Sitz.
Die Wurzeln Hirschaus reichen bis ins frühe 13. Jahrhundert zurück, als die Grafen von Hirschberg die Siedlung gründeten. Nach dem Aussterben dieses Geschlechts fiel der Ort an die Wittelsbacher und wurde damit bayerisch, abgesehen von einer kurzen Phase unter neuböhmischer Herrschaft im 14. Jahrhundert. Historisch bedeutsam sind die Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt, deren Anfänge bis ins 15. Jahrhundert reichen, und das um 1490 erbaute Rathaus. Im Stadtkern haben sich zahlreiche weitere historische Gebäude erhalten, darunter das Pflegschloss und das Gasthaus Goldener Hirsch.
Prägend für das Stadtbild ist auch der Monte Kaolino, eine riesige Halde aus Quarzsand, die aus den nahegelegenen Kaolingruben stammt. Der künstliche Hügel bietet Freizeitmöglichkeiten und ist weithin sichtbar. Die Umgebung ist von einer abwechslungsreichen Landschaft aus Hügelland und Wäldern geprägt, während die Kaolinvorkommen die wirtschaftliche Entwicklung des Ortes bis heute bestimmen.