Schnaittenbach liegt in der Oberpfalz, etwa siebzig Kilometer östlich von Nürnberg, zwischen den kreisfreien Städten Amberg und Weiden. Die Stadt ist über die Bundesstraße 14 mit Nürnberg und Prag verbunden und nur wenige Kilometer von der Nachbarstadt Hirschau entfernt. Durch das Stadtgebiet verläuft der zwölfte östliche Längengrad, der in einer Grünanlage und an der Kirche St. Vitus markiert ist.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Schnaittenbach im Jahr 1271, als die Grafen von Ortenburg-Murach ihre Rechte an den wittelsbachischen Herzog Ludwig II. verkauften. Der Ort bestand damals aus zwei Ortsteilen, die später zum Markt Schnaittenbach zusammenwuchsen. Im 19. Jahrhundert begann mit der Gründung eines Kaolinwerks die wirtschaftliche Entwicklung, die durch den Bau der Eisenbahnstrecke nach Amberg weiter gefördert wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte die Stadt durch Heimatvertriebene und neue Betriebe einen Aufschwung, der 1954 zur Stadterhebung führte.
Schnaittenbach ist bekannt für seine Kaolinlagerstätten, die zu den größten Deutschlands zählen und seit dem 19. Jahrhundert abgebaut werden. Die Stadt pflegt eine barocke Tradition, sichtbar an der um 1712 erweiterten Stadtpfarrkirche St. Vitus. Ein weiteres Wahrzeichen ist die ehemalige Marktbefestigung mit ihren Toren, die jedoch durch einen Großbrand 1817 weitgehend zerstört wurde. Die Umgebung bietet mit dem Landschaftsschutzgebiet Buchberg und dem Geotop Karneolbank Naturhighlights.