Marcilly-le-Châtel liegt im Herzen des Forez, einer Landschaft im Zentralmassiv, etwa vierzig Kilometer nordwestlich von Saint-Étienne. Zwei kleine Flüsse, die Félines und die Drugent, durchziehen das Gebiet. Im Norden und Westen grenzt die Gemeinde an Marcoux, im Osten an Montverdun und Chalain-d’Uzore, während Pralong südlich und Saint-Bonnet-le-Courreau südwestlich benachbart sind.
Ursprünglich trug der Ort den Namen Marcilly-le-Pavé, bevor er seinen heutigen Namen erhielt. Die Gemeinde blickt auf eine lange Geschichte zurück, die sich in ihren Bauwerken widerspiegelt. Landwirtschaft und Handwerk prägten über Jahrhunderte das Leben der Bewohner, bis heute ist die Region für ihre ländliche Tradition bekannt.
Besonders sehenswert sind die Pfarrkirche Saint-Cyr, deren älteste Teile aus dem elften Jahrhundert stammen, während das Langhaus später neu gestaltet wurde. Die Kirche beherbergt wertvolle Ausstattungsstücke und steht seit 1991 unter Denkmalschutz. Weitere historische Bauwerke sind die Ruine der Burg Sainte-Anne aus dem zwölften Jahrhundert, eine ehemalige Benediktiner-Priorei aus dem sechzehnten Jahrhundert sowie zwei als „Schloss“ bezeichnete Wohnhäuser aus dem sechzehnten und siebzehnten Jahrhundert. Im Jahr 2022 wurde Marcilly-le-Châtel für seine blumengeschmückten Plätze und Gärten mit der Auszeichnung „Eine Blume“ geehrt.