Marienberg liegt im Mittleren Erzgebirge auf einer Hochfläche nördlich des Erzgebirgskammes. Das Gemeindegebiet erstreckt sich über mehrere Täler mit Zuflüssen der Flöha und weist Höhenunterschiede von fast 500 Metern auf. Der tiefste Punkt befindet sich im Flöhatal, der höchste auf dem Nordhang des Jelení hora an der tschechischen Grenze. Die Stadt ist nach Fläche die größte im Landkreis und umfasst Ortsteile wie Pobershau, Hinterer Grund und Rittersberg, die als Erholungsorte gelten.
Die Stadt wurde 1521 von Herzog Heinrich dem Frommen gegründet, nachdem Silberfunde im Schlettenbachtal Bergleute anlockten. Der Stadtgrundriss stammt von Ulrich Rülein von Calw und folgt einem rechtwinkligen Schema mit quadratischem Marktplatz – eine der frühesten Anlagen dieser Art nördlich der Alpen. Marienberg erlebte im 16. Jahrhundert eine Blütezeit durch den Silberbergbau, bevor dieser nachließ und durch Kupfer- und Zinnbergbau ersetzt wurde. Später diente die Stadt als Garnisonsstadt und entwickelte sich zu einem regionalen Zentrum.
Marienbergs historische Altstadt mit ihrem einzigartigen Renaissance-Grundriss gehört zum UNESCO-Welterbe Montanregion Erzgebirge. Sehenwert sind die spätgotische Hallenkirche St. Marien, der Rote Turm als letzter Eckturm der Stadtmauer und das Zschopauer Tor. Das Bergmagazin aus dem frühen 19. Jahrhundert und das Jagdschloss zeugen von der bergbaulichen und fürstlichen Vergangenheit. Die Stadt pflegt Partnerschaften mit Lingen, Bad Marienberg, Most und Dorog und ist durch die Silber- und Deutsche Alleenstraße touristisch erschlossen.