Markneukirchen liegt im sächsischen Vogtland, eingebettet zwischen Erzgebirge und Fichtelgebirge. Die Stadt breitet sich beiderseits des Schwarzbaches aus, eines Nebenflusses der Weißen Elster, und erstreckt sich über Bergrücken bis in Höhenlagen zwischen 468 und 803 Metern. Im Osten grenzt sie an die Tschechische Republik, während sich im Süden Ortsteile wie Schönlind, Landwüst und Wernitzgrün in den Tälern und auf den Höhen verteilen.
Die Wurzeln der Stadt reichen ins 13. Jahrhundert zurück, als ein Siedlerdorf namens Nothaft entstand. Später wurde der Ort als Neukirchen bekannt, benannt nach einer neu errichteten Kirche. Im 14. Jahrhundert erhielt er Marktrechte und entwickelte sich unter den Vögten von Plauen zu einer bedeutenden Siedlung. Nach dem Dreißigjährigen Krieg prägten böhmische Exulanten, darunter Geigenbauer, die Stadt und begründeten die Tradition des Musikinstrumentenbaus. Im 19. Jahrhundert wurde Markneukirchen zu einem weltweiten Zentrum dieser Branche, mit einer Konsularagentur der USA und einer führenden Geigenbauerfamilie.
Heute ist die Stadt vor allem für ihre musikalische Vergangenheit bekannt. Das Musikinstrumenten-Museum zeigt über 6500 Exponate aus aller Welt, während das Framus-Museum an die Erfolge der Gitarrenmarke erinnert. In den Schauwerkstätten wird traditionelles Handwerk lebendig gehalten. Die Stadt pflegt eine Partnerschaft mit Heusweiler im Saarland und bewahrt in Ortsteilen wie Erlbach historische Blockhäuser und Sammlungen zur Ortsgeschichte.