Marsberg liegt im nordöstlichsten Teil des Sauerlandes im Hochsauerlandkreis, nur wenige Kilometer von der hessischen Grenze entfernt. Die Stadt erstreckt sich im Tal der Diemel, wo diese von der Glinde durchflossen wird, und ist umgeben von den Briloner Höhen im Westen, dem Sintfeld im Norden und dem Roten Land im Osten. Während die Innenstadt auf etwa 250 Meter Höhe liegt, steigt das Gelände im Stadtgebiet bis auf fast 600 Meter am Eisenberg an. Große Teile des nördlichen Gebiets gehören heute zu einem Vogelschutzgebiet.
Die Wurzeln der Stadt reichen bis in die sächsische Zeit zurück, als hier die Eresburg stand, eine bedeutende Wallburg mit dem vermuteten Heiligtum der Sachsen, der Irminsul. Nach der Zerstörung durch Karl den Großen entstand hier eines der ältesten Klöster Westfalens, das später an Corvey fiel. Niedermarsberg entwickelte sich als Handelsort, blieb aber politisch von Obermarsberg abhängig. Prägend für die Region war seit dem Mittelalter der Bergbau, insbesondere der Abbau und die Verarbeitung von Erzen.
Heute vereint Marsberg historische Bauwerke wie die St. Peterkirche in Obermarsberg mit einer malerischen Lage zwischen Mittelgebirgen und Flusslandschaften. Die Stadt ist umgeben von Naturparks und bietet Einblicke in die geologische Vielfalt der Region, etwa im Besucherbergwerk Kilianstollen. Die Verbindung von Geschichte, Handwerkstradition und naturräumlicher Schönheit prägt das Bild der Kleinstadt.