Korbach liegt im hessischen Waldecker Gefilde, einer flachen Landschaft zwischen dem Rheinischen Schiefergebirge und dem Waldecker Wald. Die Stadt wird vom Kuhbach durchflossen, der in die Weser mündet, während der Norden über die Twiste zur Diemel entwässert. Ihr höchster Punkt ist der Widdehagen im Nordwesten, doch das bekannteste Wahrzeichen ist der eisenreiche Eisenberg westlich der Altstadt. Mit ihrer Höhenlage von 366 bis 392 Metern über dem Meeresspiegel ist Korbach die höchstgelegene Kreisstadt Hessens.
Erstmals erwähnt wurde Korbach im Jahr 980 als Curbechi, als es an das Kloster Corvey überging. Der Name könnte sich von einem murmelnden Bach oder einem Versammlungsort ableiten. Im Mittelalter blühte die Stadt durch ihre Lage an Handelswegen wie der Heidenstraße auf und erhielt 1188 das Soester Stadtrecht. Als Hansestadt handelte sie mit Tuchen, Bier und Metallen und war eine der südlichsten Hansestädte. Nach Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg und einem großen Brand 1664 blieb nur wenig alte Bausubstanz erhalten.
Heute prägen die mittelalterliche Kilianskirche und das gemeinsame Rathaus der ehemaligen Alt- und Neustadt das Bild. Das einzige erhaltene Stadttor ist das Enser Tor. Die Stadt ist größtenteils protestantisch, doch durch Zuwanderung entstanden katholische Kirchen wie die Marienkirche. Wirtschaftlich prägte das Zweigwerk der Continental AG die jüngere Geschichte. Die Umgebung mit ihren Tälern und Anhöhen des Rothaargebirges bietet landschaftliche Reize.