Borchen liegt im Südosten der Westfälischen Bucht auf der Paderborner Hochfläche, wo die Altenau in die Alme mündet. Die A 33 führt am Ortsrand vorbei, während die Gemeinde zwischen 125 und 334 Metern Höhe schwankt. Mit etwa 13 Kilometern in Ost-West-Richtung und 10 Kilometern in Nord-Süd-Richtung erstreckt sie sich über 77 Quadratkilometer, wobei Wälder und Äcker den Großteil ausmachen.
Erst seit 1969 gibt es Borchen in seiner heutigen Form, doch die Wurzeln reichen bis ins frühe 11. Jahrhundert zurück, als ein Hof namens Burgnum erstmals erwähnt wurde. Das Gebiet gehörte lange zum Bistum Paderborn und wechselte später mehrfach die Herrschaft – von Preußen über das Königreich Westphalen bis zurück zu Preußen. Die heutige Gemeinde entstand aus mehreren Orten wie Kirchborchen und Dörenhagen, die einst eigene Ämter bildeten.
Borchens Landschaft ist geprägt von Karstphänomenen wie dem Storchenkolk, wo Wasser in unterirdischen Gerinnen verschwindet und anderswo wieder austritt. Die Turmhügelburg Haxterberg erinnert an die Adelsfamilie von Haxthausen, aus der die Mutter der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff stammte. Hexenprozesse im 16. und 17. Jahrhundert forderten neun Todesopfer. Heute leben hier vor allem Katholiken, während die evangelische Gemeinde in einigen Ortsteilen vertreten ist.