Marseille liegt an der französischen Mittelmeerküste im Département Bouches-du-Rhône und erstreckt sich von der Küste bis in Gebirgslandschaften. Das Stadtgebiet reicht von 0 bis 652 Metern Höhe und umfasst neben bebauten Flächen auch ausgedehnte Naturgebiete wie die Chaîne de l’Etoile oder das Massif des Calanques. Im Westen grenzt es ans Mittelmeer, im Norden an Gebirgszüge, während im Osten und Süden weitere Massive die Landschaft prägen.
Die Stadt blickt auf eine über 2600-jährige Geschichte zurück, die mit griechischen Siedlern begann. Diese gründeten um 600 v. Chr. den Handelsstützpunkt Massalia, der bald zu einer der bedeutendsten griechischen Kolonien im westlichen Mittelmeer wurde. Nach römischer Eroberung blieb Marseille ein wichtiger Handelsplatz, bis es im Mittelalter wiederholt von Sarazenen und Aragonesen zerstört und wiederaufgebaut wurde. Im 17. Jahrhundert verlor es seine Unabhängigkeit und entwickelte sich zur bedeutenden Hafenstadt.
Marseille ist bekannt für seine lebendige Kultur, den historischen Alten Hafen und das Kloster Saint-Victor. Die Stadt beherbergt die größte Universität Frankreichs und war 2013 Kulturhauptstadt Europas. Ihre Bewohner pflegen eine eigene Identität, und die mediterrane Lage prägt Klima und Lebensweise.