Maulbronn liegt im Enzkreis in Baden-Württemberg, zwischen Vaihingen an der Enz und Bretten, und gehört zur Region Nordschwarzwald. Die Stadt besteht aus den drei Stadtteilen Maulbronn, Schmie und Zaisersweiher, zu denen weitere Weiler und Höfe zählen. Im Stadtteil Maulbronn liegen zudem die Wüstungen Billensbacher Hof und Salzachhof, die einst dem Kloster als Grangien dienten.
Die Wurzeln der Stadt reichen bis in die Römerzeit zurück, als das Gebiet nahe dem Limes besiedelt war. Im Mittelalter gründete der Zisterzienserorden 1147 das Kloster Maulbronn, das sich zu einem bedeutenden wirtschaftlichen und kulturellen Zentrum entwickelte. Nach der Reformation wurde das Kloster säkularisiert und in eine Schule umgewandelt. Die Gemeinde entstand aus der Ansiedlung um das Kloster, erhielt 1886 die Stadtrechte und war lange Sitz eines Oberamts.
Maulbronn ist vor allem für sein Kloster bekannt, das seit 1993 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Der Maulbronner Schilfsandstein trieb einst den wirtschaftlichen Aufschwung voran und wurde weit über die Region hinaus exportiert. Die Stadt liegt an der Württembergischen Weinstraße und ist für ihre Weinlagen wie Reichshalde und Klosterstück bekannt. Zudem prägt die 2001 errichtete Mimar-Sinan-Moschee mit ihrem 19 Meter hohen Minarett das Stadtbild.