Bretten liegt im westlichen Kraichgau, einer hügeligen Landschaft zwischen Schwarzwald und Odenwald. Die Stadt breitet sich auf der Wasserscheide zwischen Walzbach und Saalbach aus, nahe dem Zusammenfluss von Salzach und Weißach, die später die Saalbach bilden. Etwa 23 Kilometer nordöstlich von Karlsruhe gelegen, ist sie umgeben von Gemeinden wie Knittlingen, Gondelsheim und Bruchsal. Mit ihrer Altstadt auf einer Hangverflachung in rund 170 Metern Höhe prägt sie das abwechslungsreiche Brettener Hügelland.
Erstmals erwähnt wurde Bretten im Jahr 767 als Villa Breteheim, doch bereits im 12. Jahrhundert entwickelte es sich zu einem wichtigen Ort im Kraichgau. Als Marktflecken und Vorort der Kraichgaugrafen erhielt es 1254 Stadtrechte. Die Grafen von Eberstein, später die Kurpfalz, prägten seine Geschichte. Berühmt wurde der Humanist Philipp Melanchthon, der hier 1497 geboren wurde. Im Pfälzer Erbfolgekrieg zerstört, baute man die Stadt im 17. Jahrhundert wieder auf. Seit 1803 gehört Bretten zu Baden und wurde nach dem Zweiten Weltkrieg durch Eingemeindungen zur Großen Kreisstadt.
Bretten ist bekannt als Melanchthonstadt und beherbergt das Melanchthon-Gedächtnishaus am Marktplatz. Das Peter-und-Paul-Fest erinnert an die erfolgreiche Verteidigung gegen eine Belagerung im 16. Jahrhundert. Die Stadt ist eingebettet in ein Netz von Landschaftsschutzgebieten und Teil des Naturparks Stromberg-Heuchelberg. Mit den Heimattagen Baden-Württemberg und dem Melanchthonjubiläum feiert sie ihre kulturelle Bedeutung. Die Nähe zu Karlsruhe und die Anbindung an Eisenbahn und Stadtbahn machen sie zu einem lebendigen Mittelzentrum.