Oberderdingen liegt im Kraichgau, an der Grenze zum Stromberg, und ein großer Teil des Gebiets gehört zum Naturpark Stromberg-Heuchelberg. Die Landschaft steigt von 154 bis auf 337 Meter über dem Meer an. Die nächsten Städte sind Bretten, Knittlingen und Eppingen, während die Stadt etwa gleich weit von Karlsruhe und Heilbronn entfernt ist.
Erstmals erwähnt wurde der Ort im Jahr 766, doch erst 1247 unterschied man zwischen Ober- und Unterderdingen. Beide Orte kamen unter die Herrschaft des Klosters Herrenalb, das hier einen Amthof errichtete. Später übernahmen die Württemberger die Schirmherrschaft und führten die Reformation ein. Nach wechselnden Verwaltungszugehörigkeiten wurde der Ort 1964 in Oberderdingen umbenannt und erhielt 2023 die Stadtrechte.
Die Stadt besteht aus dem Kernort mit dem eingegangenen Unterderdingen, dem eingemeindeten Flehingen und dem Dorf Großvillars. Besonders sehenswert ist die Laurentiuskirche im Amthof, die bereits 1227 erwähnt wurde. Flehingen bewahrt mit den Ruinen der Oberen und Unteren Burg in Sickingen Spuren seiner mittelalterlichen Geschichte, während Großvillars von den vertriebenen Waldensern gegründet wurde.