Mazarrón liegt an der spanischen Mittelmeerküste in der Region Murcia, zwischen Valencia und Andalusien. Die gleichnamige Bucht wird von den Landzungen Cabo Tiñoso und Cabo Cope eingerahmt. Hinter dem Ort steigen bis zu 600 Meter hohe Berge auf, während die Küste von einem 35 Kilometer langen Sandstrand mit Palmenpromenade und geschützten Buchten geprägt ist. Das Ortszentrum liegt etwas landeinwärts, während die Ortsteile Puerto de Mazarrón und Bolnuevo direkt am Meer liegen.
Frühe Spuren menschlicher Besiedlung finden sich in vorgeschichtlichen Felsmalereien und archäologischen Stätten wie der Permera-Höhle. Phönizier nutzten die Region für Bergbau und Handel, hinterließen Schiffswracks und führten neue Handwerkstechniken ein. Später prägten Römer, die hier die Stadt Ficaria gründeten, den Bergbau und die Herstellung von Garum. Im Mittelalter stand Mazarrón unter muslimischer Herrschaft, bis es nach der Reconquista entvölkert wurde. 1572 erhielt der Ort Stadtrechte und erlebte durch Bergbau und Piratenabwehr eine wechselvolle Entwicklung.
Heute ist Mazarrón vor allem für seinen Tourismus bekannt, der sich um die Küstenorte und den Sandstrand gruppiert. Historisch bedeutsam sind das maurische Schloss Vélez und römische Überreste wie die Villa del Alamillo. Die Gemeinde umfasst mehrere Ortsteile, darunter Saladillo und Bolnuevo, und zieht mit ihrem mediterranen Klima Besucher an. Die Umgebung mit ihren Bergen und geschützten Buchten bietet zudem Naturerlebnisse.