Mendrisio liegt im Schweizer Kanton Tessin, etwa fünf Kilometer von der italienischen Grenze entfernt. Der Ort breitet sich am Fluss Laveggio aus und reicht bis zum Monte Generoso hinauf. Nachbarorte sind im Norden Brusino Arsizio und Riva San Vitale, im Osten Castel San Pietro und im Süden Coldrerio und Novazzano. Die Gemeinde bildet das Zentrum einer Agglomeration mit über fünfzigtausend Einwohnern.
Die erste schriftliche Erwähnung Mendrisis stammt aus dem Jahr 793, als langobardische Einflüsse noch spürbar waren. Im Mittelalter gehörte der Ort zum Machtbereich von Como und später zu Mailand. Im 15. Jahrhundert wechselte die Herrschaft mehrfach, bis die Eidgenossen das Gebiet im frühen 16. Jahrhundert übernahmen. Später wurde Mendrisio vorübergehend von französischen und italienischen Truppen besetzt, bevor es wieder unter Schweizer Kontrolle geriet.
Mendrisio ist bekannt für seine traditionellen Prozessionen in der Karwoche, bei denen Laternenbilder eine besondere Rolle spielen. Das jährliche Volksfest Palio di Mendrisio und das Traubenfest im Herbst prägen das kulturelle Leben. Die Stadt beherbergt mehrere Museen, darunter ein Fossilienmuseum am Monte San Giorgio und ein Kunstmuseum im ehemaligen Servitenkloster. Zudem ist Mendrisio ein Standort der Architekturakademie der Università della Svizzera italiana.