Mičovice liegt eingebettet im Tal der Melhutka, umgeben von den sanften Hügeln des Böhmerwaldes. Drei markante Erhebungen rahmen das Dorf ein: der Stráže im Nordosten, der Zelený vrch im Nordwesten und der Klenovec im Südwesten. Nachbarorte wie Ratiborova Lhota, Třebanice oder Chroboly sind nur wenige Kilometer entfernt, während die Gemeinde selbst aus mehreren Ortsteilen besteht, darunter Jáma und Klenovice.
Die Gründung des Ortes geht auf das 14. Jahrhundert zurück, als das Kloster Sancta Corona hier Land besaß. Urkundlich taucht Mičovice erstmals im Jahr auf, doch die Bewohner lebten lange von Landwirtschaft, Forstarbeit und Handwerk. Besonders die Ortsteile Frantoly und Klenovice waren von deutscher Bevölkerung geprägt. Im Dreißigjährigen Krieg erlitt der Ort schwere Zerstörungen, und im 20. Jahrhundert durchlebte er die Wirren der Besetzung, des Krieges und der Vertreibung.
Heute prägen historische Bauwerke das Bild: eine Kirche in Frantoly, die nach einem Brand im 18. Jahrhundert neu errichtet wurde, eine Kapelle in Mičovice und eine steinerne Brücke in Frantoly. Die traditionellen Gehöfte in Klenovice spiegeln den böhmischen Bauernbarock wider. Die Gemeinde bewahrt damit Zeugnisse ihrer bewegten Geschichte und der kulturellen Vielfalt ihrer Ortsteile.