Mintraching liegt in der Oberpfalz, etwa siebzehn Kilometer südöstlich von Regensburg, eingebettet in die feuchten Niederungen der Mintrachinger Au, einem Überschwemmungsgebiet der Pfatter. Die dunkle Erde rund um den Ort verrät noch heute die feuchte Vergangenheit dieser Gegend. Mit seinen sieben Gemarkungen und 26 Gemeindeteilen erstreckt er sich über ein weites, von Wäldern und Gewässern geprägtes Gebiet.
Erstmals taucht der Ort im Jahr als Villa Munttrahinga in einer Urkunde auf, lange bevor er im 13. Jahrhundert zum Amt erhoben wurde. Die Gerichtsbarkeit lag zunächst im Unteren Schloss Mintraching, bis sie später nach Pfatter verlegt wurde. Grundherren waren neben den bayerischen Herzögen auch Adelsfamilien wie die Lerchenfelder und geistliche Einrichtungen wie das Stift Niederalteich. Durch die Gebietsreform wurden mehrere umliegende Dörfer eingemeindet.
Die Ortsmitte prägen die barocke Pfarrkirche St. Mauritius und die St.-Leonhard-Kapelle aus dem Pestjahr. In der Nähe erinnert ein Pestgrab an die Opfer von 1713. Die Wallfahrtskirche St. Maria in Scheuer stammt aus gotischer Zeit. Mehrere Schlösser und Weiher wie der Almer Weiher oder der Baggersee St. Gilla locken Besucher an. Persönlichkeiten wie der Priester Wendelin Zink oder der Bierbrauer Johann Evangelist Brückl haben hier gewirkt.