Möhlin liegt im Westen des Fricktals am Hochrhein, etwa 19 Kilometer östlich von Basel. Die Gemeinde gehört zum Kanton Aargau und grenzt im Norden an Deutschland, im Westen an den Kanton Basel-Landschaft sowie an die Gemeinden Wallbach und Rheinfelden. Das Gemeindegebiet erstreckt sich über eine fruchtbare Lössebene am Ausgang des Möhlintals und umfasst die Ortsteile Obermöhlin, Untermöhlin und Riburg, die heute vollständig zusammengewachsen sind. Entlang des Rheins ziehen sich ausgedehnte Wälder hin, wo einst die Siedlung Rappertshäusern lag, die im 17. Jahrhundert aufgegeben wurde.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Möhlin im Jahr 794 unter dem Namen Melina, abgeleitet von einer alten Flussbezeichnung für „anschwellendes Wasser“. Auf dem Gemeindegebiet befanden sich damals mehrere Weiler, die später zu einem Ort zusammenwuchsen. Im Mittelalter wechselten die Landesherren mehrfach, darunter die Habsburger, die das Fricktal zeitweise an Burgund verpfändeten. Im 17. Jahrhundert wurde Möhlin von Kriegen und Aufständen wie dem Rappenkrieg und dem Dreißigjährigen Krieg heimgesucht, die die Entwicklung des Dorfes stark beeinträchtigten. Die verlassene Siedlung Rappertshäusern fiel schließlich an Rheinfelden.
Heute ist Möhlin vor allem für seine abwechslungsreiche Natur bekannt. Im Süden erhebt sich der Sonnenberg, ein Ausläufer des Tafeljuras, über dem der Fricktaler Höhenweg verläuft. Besonders schützenswert sind die Naturschutzgebiete Breitsee, Haumättli und Bachtele, die zahlreichen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum bieten. Der Weissstorch ist ein markantes Symbol des Ortes und brütet regelmäßig in der Storchenstation Riburg. Die fruchtbare Ebene des Möhlinfelds gilt als „Kornkammer“ der Region, während das milde Klima durch mediterranen Einfluss begünstigt wird.