Moravičany liegt im Norden Mährens, eingebettet zwischen sanften Hügeln und dem Lauf der Třebůvka, die kurz darauf in die March mündet. Die Gemeinde gehört zum Okres Šumperk und ist umgeben von Mohelnice im Nordwesten sowie weiteren Dörfern wie Třeština und Stavenice im Norden. Im Süden breitet sich das Landschaftsschutzgebiet Litovelské Pomoraví aus, während nördlich zwei Baggerseen als Naturreservat Moravičanské jezero geschützt sind. Die Hügel Jelení vrch und Velký Bradlec prägen das Bild im Nordosten.
Erste Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Jungsteinzeit zurück, später hinterließen Kelten und ab dem 6. Jahrhundert Slawen ihre Spuren. Urkundlich erwähnt wurde der Ort erstmals im 13. Jahrhundert, als die Brüder von Rosenberg ihre Güter dem Bistum Litomyšl überließen. Im Dreißigjährigen Krieg verwüstet, erholte sich das Dorf und erhielt 1679 eine Schule. Nach den Josephinischen Reformen wechselte Moravičany mehrfach den Besitzer, bis es schließlich Teil der Herrschaft Doubravice wurde. Ein Brand zerstörte 1860 das gesamte Dorf, doch der Wiederaufbau und die Eisenbahnanbindung im 19. Jahrhundert brachten neuen Aufschwung.
Heute prägen historische Bauwerke wie die Kirche St. Georg aus dem 15. Jahrhundert oder das Renaissance-Pfarrhaus das Ortsbild. Das Naturreservat mit seinen Baggerseen lockt Vogelbeobachter, während prähistorische Grabhügel und eine slawische Burgstätte an die frühe Geschichte erinnern. Persönlichkeiten wie der Maler Karel Jílek stammen von hier, und das jährliche Hochwasser der March bleibt als prägendes Ereignis in Erinnerung.