Mladeč liegt am östlichen Hang des Hügels Třesín in der fruchtbaren Region Hanna, nur wenige Kilometer westlich der Stadt Litovel. Zwei Bäche durchziehen das Dorf, während im Norden die Schnellstraße R 35 vorbeiführt. Zu den umliegenden Orten zählen Nové Zámky im Norden und Nový Dvůr im Nordosten, während sich im Süden Nová Ves und im Westen Pateřín befinden.
Die Geschichte des Ortes reicht bis in die Jungsteinzeit zurück, doch seine Bedeutung erhielt er durch archäologische Funde in der nahegelegenen Boček-Höhle. Dort entdeckte man jungpaläolithische Artefakte und menschliche Überreste aus dem Aurignacien. Urkundlich erstmals erwähnt wurde Mladeč im 14. Jahrhundert, als es in den Besitz der Familie von Mladeč überging. Später wechselten die Herrscher mehrfach, darunter die Liechtensteiner, die das Gebiet bis ins 19. Jahrhundert prägten. Die Entdeckung der Lautscher Höhle bei Steinbrucharbeiten und der Anschluss an das Eisenbahnnetz im frühen 20. Jahrhundert brachten weitere Veränderungen.
Besonders bekannt ist Mladeč für seine Karstlandschaft mit der Mladečské jeskyně, einer prähistorischen Höhle, und dem markanten Felsen Čertův most. Das Schloss Nové Zámky, einst ein Jagdschloss, wurde im 18. Jahrhundert umgebaut und diente später als Sommersitz der Liechtensteiner. Heute beherbergt es eine Sozialfürsorgeanstalt. Die Gemeinde umfasst zudem die Ortsteile Nové Zámky und Sobáčov, die ebenfalls historische Bedeutung haben.