Münnerstadt liegt im Süden der Mittelgebirgslandschaft Rhön, wo die Lauer, ein Nebenfluss der Fränkischen Saale, durch den Ort fließt. Im Westen grenzt es an Bad Bocklet, im Norden an Burglauer und im Osten an Maßbach, während sich das Gemeindegebiet über 95 Quadratkilometer erstreckt.
Erste Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis etwa 2100 vor Christus zurück, als Kelten in der Gegend Landwirtschaft betrieben. Im Mittelalter wurde Münnerstadt 770 erstmals urkundlich als „Munirihestat“ erwähnt, als ein Kloster in Fulda umfangreichen Besitz erhielt. Die Grafen von Henneberg prägten die Entwicklung, errichteten eine Burg und verlagerten die Siedlung in deren Schutz. Im 13. Jahrhundert erhielt der Ort Stadtrechte und wurde mit einer Mauer sowie vier Toren befestigt, was ihm wirtschaftlichen Aufschwung brachte.
Die Stadt ist bekannt für ihre historische Altstadt mit der Pfarrkirche, deren Altar von Tilman Riemenschneider gestaltet wurde. Auch das ehemalige Augustinerkloster und die Marienkapelle zählen zu den bedeutenden Bauwerken. Persönlichkeiten wie der Theologe Anton Schlembach oder der Abenteurer Georg Anton Schäffer stammen aus Münnerstadt. Die Nähe zur Autobahn 71 und die Anbindung an die Eisenbahnlinie nach Erfurt haben die Verkehrsanbindung in den letzten Jahrzehnten deutlich verbessert.