Bad Bocklet liegt in einer Schleife der Fränkischen Saale, etwa zehn Kilometer nördlich von Bad Kissingen im unterfränkischen Landkreis. Im Norden grenzt die Gemeinde an den Landkreis Rhön-Grabfeld. Der Ort erstreckt sich in einer von Erhebungen geprägten Landschaft, was sich im Namen widerspiegelt, der auf das mundartliche „bogl“ für Buckel zurückgeht.
Erstmals erwähnt wurde der Ort in einer Urkunde des Klosters Aura aus dem zwölften Jahrhundert. Seine Bedeutung als Kurort entwickelte sich im achtzehnten Jahrhundert, als die eisenhaltige Balthasar-Neumann-Quelle entdeckt und gefasst wurde. Fürstbischöfe wie Christoph Franz von Hutten und Adam Friedrich von Seinsheim förderten den Ausbau der Anlage, darunter Badehäuser, einen Brunnentempel und später klassizistische Speisesäle. Die Quelle selbst wurde nach regierenden Bischöfen benannt und in mehrere Stränge unterteilt.
Heute ist Bad Bocklet eines der fünf Bayerischen Staatsbäder und bekannt für seine historische Kurarchitektur. Der Kurgarten und der Brunnentempel mit seinem marmornen Kranz sind markante Bauwerke. Berühmte Gäste wie die bayerische Kronprinzessin Marie oder internationale Politiker stärkten den Ruf des Ortes. Ein besonderes Zeugnis ist der Gipsabdruck eines Grabmals für Auguste Böhmer, das Bertel Thorvaldsen schuf und das heute im Brunnenbau ausgestellt ist.