Nittendorf liegt in der Oberpfalz, etwa fünfzehn Kilometer westlich von Regensburg, eingebettet zwischen der Schwarzen Laber und der Naab. Die Landschaft gehört zum östlichen Ausläufer des Fränkischen Jura, einer Region mit markanten Felsformationen. Der Ort entwickelte sich im 20. Jahrhundert zu einer bedeutenden Wohngemeinde und wurde 2003 zum Markt erhoben.
Die Geschichte des Gebiets reicht bis ins 9. Jahrhundert zurück, als der Ortsteil Etterzhausen erstmals urkundlich erwähnt wurde. Ein wichtiger Meilenstein war eine Urkunde Kaiser Ottos II. aus dem Jahr 977, die in einem Königshof in Etterzhausen ausgestellt wurde. Im 12. Jahrhundert entstand die erste Kirche in Nittendorf, und 1286 wurde die Pfarrei gegründet. Nach wechselnden Herrschaften und dem Dreißigjährigen Krieg, der schwere Verwüstungen brachte, prägten Hammerwerke in Eichhofen und Schönhofen die wirtschaftliche Entwicklung.
Heute beeindruckt Nittendorf mit historischen Bauwerken wie der Pfarrkirche St. Katharina, die 1730 vom Kloster Prüfening errichtet wurde, oder dem Schloss Etterzhausen aus dem 16. Jahrhundert. Die Gemeinde umfasst 27 Gemeindeteile, darunter malerische Orte wie Undorf mit seiner Dorfkapelle oder Schönhofen mit einer mittelalterlichen Kirche. Naturfreunde schätzen den Alpinensteig und die Räuberhöhle bei Etterzhausen, während Kulturinteressierte das Haus Werdenfels besuchen können, das einst als Musterhaus auf einer Ausstellung in Nürnberg stand.